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AWO hilft Kindern

Ginzel bestätigt / Vorstand verändert / Geld für Ärmere
Bei der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurde dessen Vorsitzender Harald Ginzel wiedergewählt. Zahlreiche Vorstandsposten wurden neu besetzt. Insgesamt 48 Mitglieder zählt die AWO in Bad Dürrheim.

Bad Dürrheim. Die Arbeiterwohlfahrt ist einer der sechs deutschen Spitzenverbände der freien Wohlfahrt, die es sich zur Hauptaufgabe gemacht haben, sozial schlecht gestellte Menschen zu unterstützen. Für die Bad Dürrheimer AWO steht im speziellen das geldwerte Engagement bei der Stadtjugendpflege mit 500 Euro, der Katharinenhöhe mit 1500 Euro, Individualhilfen mit 1000 Euro sowie die Aktion Einschulhilfe im Mittelpunkt.
Die Einschulhilfe wird zusammen mit Sabine Fink mit ihrem Schreiblädele ausgerichtet. Zukünftig wolle man direkt bei den Kindergärten eruieren, um Familien mit kleinem Geldbeutel bei der Anschaffung der Schulausstattung für die Kinder zu helfen, erläuterte Ginzel. Neun Kinder hatten im Vorjahr eine Unterstützung für einen Schulranzen oder Turnschuhe erhalten.
Ginzel sieht das Einwerben von Spendengeldern als immer schwieriger an, insbesonders in der Geschäftswelt. Mit der Affaire um die von den Austrägern in den Wald geworfenen Spendenbriefe konnte Ginzel mit der beauftragten Verteilerfirma eine gütliche Einigung erzielen. Der Vorsitzende berichtete von seinem Besuch im Schloss Bellevue bei Bundespräsident Joachim Gauck, zu welchem er im letzten Jahr wegen seines langjährigen Engagements in Sachen Wohlfahrtsmarken als kleines Dankeschön eingeladen worden war.
Zahlreiche im AWO-Ortsverein engagierte Mitglieder sind zugleich aktiv bei den Sozialdemokraten engagiert, was Bürgermeister Walter Klumpp, den Freien Wählern zugehörig, nicht davon abhielt, der Versammlung beizuwohnen und hohe Wertschätzung über deren Arbeit aufzuzeigen. „Die AWO hat mehr denn je eine große Berechtigung", erklärte der Rathauschef. Die Kluft zwischen Arm und Reich würde sich verstärken und zukünftig würden vermehrt Menschen nach Hilfe anklopfen, glaubt er. Der Kreisvorsitzende Heinz Herzog zeigte großen Respekt vor Ginzels großem AWO-Engagement. Der will mit dem Erreichen des 75. Lebensjahres in zwei Jahren den Vorsitz abgeben, sodass sich Herzog sich mit einem Augenzwinkern ermuntert sieht, dessen Geburtsurkunde mit einem späteren Datum zu manipulieren.
So wurde Ginzel nochmals für drei Jahre ins Amt gewählt. Gleichzeitig wurde er dabei auch als Kassierer bestätigt und kann in dieser Arbeit auf Hilfe von Patricia Schwarz zählen, die die Buchhaltung weiterhin machen wird.
Die Finanzsituation darf als solide dargestellt werden, was Renate Schick und Susanne Reiner als Kassenprüferinnen bestätigten. Als zweite Vorsitzende wurde Siegried Bausch im Amt bestätigt. Im Amt der Schriftführerin ist Henriette Kühn bestimmt. Andreas Raschke und Jürgen Stöver begleiten den Vorstand als Beisitzer.
Hans-Michael Arens und Anneliese Arens schieden nach langjähriger Tätigkeit als Beisitzer aus. Ihnen wurde eine kleine Ehrung zuteil, wie auch Reinhold Rohleder und Harald Ginzel für 40-jährige Mitgliedschaft.

Quelle: Südwestpresse vom 03.03.2015