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AWO stellt sich breiter auf

Neuer Pflegestützpunkt in Schwenningen eingerichtet; Außenstellen Bad Dürrheim und Donaueschingen folgen; 48 Kräfte betreuen mit vielen Angeboten rund 700 Kunden
Villingen-Schwenningen — Die Arbeiterwohlfahrt expandiert. Jetzt wurde der neu eingerichtete Pflegestützpunkt in der Dauchinger Straße 7 in Schwenningen offiziell in Betrieb genommen. Nachdem außer in Villingen seit 2004 ein weiterer Pflegestützpunkt in Blumberg existiert, wurde der jetzt eröffnete Stützpunkt in Schwenningen etabliert.

Weitere Außenstellen in Bad Dürrheim und in Donaueschingen sollen folgen. Bisher wurde der gesamte Pflegedienst von der Hauptgeschäftsstelle in Villingen aus organisiert. Doch stetiges Wachstum lasse mittlerweile die Hauptgeschäftsstelle aus allen Nähten platzen, ließ Heinz Herzog wissen. Bekanntermaßen gingen in solch einem Fall die Überlegungen in zwei Richtungen: zentralisieren oder dezentralisieren. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Dezentralisierung aus. "So sind wir näher an den Menschen", ergänzte Gerald Weiss: „Das ist uns wichtig." Die AWO sei in den Bereichen mobile Kranken- und Altenpflege vertreten, die Nachbarschaftshilfe bietet Unterstützung zu Hause an, betreutes Wohnen zu Hause ist ein niederschwelliges Angebot, welches ohne einen Umzug in Anspruch genommen werden kann. Einen großen Bereich nehme das so genannte „Essen auf Rädern" in Anspruch, hinzu komme die Beratung in allen Bereichen der Pflege und Versorgung zu Hause. Insbesondere werde die Wohnraumberatung stark nachgefragt, zumal sich die Pflegekasse ab 2015 mit einem Betrag von 4000 Euro pro Maßnahme beteilige. Auch das seit zwei Jahren eingeführte mobile, mit einem GPS-Sender ausgerüstete Awo-Notrufsystem sei einzigartig, so Weiss. Weiterer Bestandteil seien wie immer schon die Mutter-Kind-Kuren, welche natürlich auch Vätern zur Verfügung stünden.
Wie Blumberg wird der Pflegestützpunkt Schwenningen weitgehend autark arbeiten. „Uns ist es wichtig, dass Ideale und Gedanken der Arbeiterwohlfahrt umgesetzt werden", so Gerald Weiss. Ziel ist eine flächendeckende Erreichbarkeit, diese vor Ort sollen Patienten und Kunden den Zugang erleichtern. Zufriedenheit der Patienten würden durch anonyme Patientenumfragen und den jährlichen Transparenzbericht bestätigt, bei dem die Awo immer mit Note eins in der Beurteilung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen abschneide.
Die Außenstellen werden durch Pflegedienstleitungen mit entsprechender Ausbildung geleitet, ebenso die Versorgung im Wundmanagement und der Palliativmedizin durch entsprechend ausgebildete Fachkräfte.
Für das vergangene Jahr weist der Bericht der Awo 299 000 Leistungen bei über 700 Kunden aus, von 48 Pflegekräften erbracht. In der Nachbarschaftshilfe sind 70 Mitarbeiter tätig. Den Dienst in Schwenningen erbringen mit Gerda Schuster zusammen sieben Pflegekräfte in drei Touren morgens und einer Tour abends.
Zur Person
Gerda Schuster hat 1985 ihren Abschluss als Krankenschwester abgelegt, ist als Intensiv- und Anästhesieschwester weitergebildet, war mehr als zehn Jahre kardiologische Intensivschwester, ist seit eineinhalb bei der Arbeiterwohlfahrt angestellt und hat seit 1. Oktober die Pflegedienstleitung inne.

Quelle: Südkurier vom 10.01.2015