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Pflege mit Herz und Verstand

AWO nimmt Zweigstelle in Dauchinger Straße 7 in Betrieb
VS-Schwenningen. Der Pflegedienst des AWO-Kreisverbands hat seit Dezember eine neue Außenstelle. Gestern wurde der Stützpunkt an der Dauchinger Straße 7 offiziell eingeweiht und die neue Pflegedienstleiterin vorgestellt.

Mit der Villingerin Gerda Schuster habe der Kreisverband eine tatkräftige Mitarbeiterin gefunden, die die Schwenninger Außenstelle im Sinne der Arbeiterwohlfahrt voranbringen werde, ist sich Geschäftsführer Gerald Weiss sicher.
Nach Blumberg ist Schwenningen bereits die zweite Außenstelle, die die AWO im Schwarzwald-Baar-Kreis zusätzlich zur Villinger Zentrale eröffnet hat - »und es werden in Donaueschingen und Bad Dürrheim noch weitere folgen«, verrät Weiss. Die Gründe für diese »Dezentralisierung« sind plausibel: Aufgrund von stetig wachsendem Personal sei die Zentrale in Villingen irgendwann aus allen Nähten geplatzt. »Zudem möchten wir direkt vor Ort und somit noch näher an unseren Kunden sein. Hier in der Dauchinger Straße haben wir einen Standort, an dem wir auf jeden Fall gefunden werden können«, sagt der Kreisverbandsvorsitzende
Heinz Herzog.
299 000 erbrachte Leistungen, 48 Pflegekräfte und mehr als 700 Kunden - das ist die Pflegedienst-Bilanz des vergangen Jahres im Kreisverband - die Zahlen sprechen für sich. Neben der ambulanten Alten- und Krankenpflege sind die Nachbarschaftshilfe, Essen auf Rädern sowie Mutter-Kind-Kuren wichtige Pfeiler, auf die sich die Tätigkeiten der Arbeiterwohlfahrt im Kreis stützen.
Trotz dieser positiven Entwicklungen macht der Vorsitzende aber auch deutlich, dass der finanzielle Bedarf noch lange nicht abgedeckt sei, um allen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden.
Der neue Schwenninger Stützpunkt mit seiner Ansprechpartnerin Gerda Schuster, sechs weiteren Mitarbeitern in der mobilen Pflege sowie zehn Mitarbeitern in der Nachbarschaftspflege soll die AWO-Qualitätsmerkmale sichern und gezielt in der Praxis anwenden. »Von der Kundenberatung, dem richtigen Umgang mit dem Personal, bishin zur Koordination von Fuhrpark und Finanzen ist alles dabei, was hier eigenständig organisiert werden muss«, sagt Gerald Weiss.
Die gelernte Kranken- und Anästhesieschwester Gerda Schuster kennt ihre anstehenden Aufgaben nur zu gut: Sie ist bereits seit anderthalb Jahren im ambulanten Pflegedienst der AWO tätig. Um den kaufmännischen Anforderungen gerecht zu werden, absolviert sie zur Zeit noch einen Bachelor-Studiengang in Sozialwissenschaften, den sie im Frühjahr abzuschließen hofft.
Und was hat sich die Pflegedienstleiterin für ihre neuen Aufgaben vorgenommen? »Ich möchte ein vertrauensvolles Verhältnis zu meinen Kunden aufbauen und zum Beispiel mit den Pflegediensten oft gemeinsam auf Tour sein.« Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter stehen für die 49-jährige Villingerin ebenso auf dem Programm, weiß sie doch um den Pflegenotstand, der sich auch bald auf Schwenningen auswirken werde. Und dafür sei gutes Personal einfach unabdingbar.
"Ich gehe zwar nach dem Motto >Pflege mit Herz<, aber oft ist es zusätzlich wichtig, den Verstand dabei einzuschalten."

Quelle: Schwarzwälxer Bote vom 09.01.2015