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Mobiler Notruf hilft

AWO führt neue Technologie ein
Schwarzwald-Baar-Kreis. Ein Sturz beim Waldspaziergang und dann allein: So etwas kann nicht nur älteren und gesundheitlich angeschlagenen Menschen passieren. Wenn der Gestürzte sein Handy nicht dabei hat oder nicht fähig ist, es zu benutzen, kann die Lage brenzlig werden.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Schwarzwald-Baar-Kreis hat darum unlängst ein innovatives mobiles Notrufsystem eingeführt. Es funktioniert nicht nur in der Wohnung, sondern auch unterwegs und in größerem Radius. Zudem kann es von außerhalb aktiviert werden, um einen hilflosen Menschen zu orten.
»Das Gerät ist ein Segen«, sagt AWO-Mitarbeiterin Olga Dombrowski, die seit August AWO-Kunden zu Hause aufsucht und ihnen die Handhabung erklärt. »Die Lebensqualität wird enorm verbessert«,
fasst sie den Nutzen zusammen. Per Knopfdruck wird auch außerhalb der Wohnung, etwa beim Einkauf, Ausflug oder im Urlaub, die Notrufzentrale alarmiert.
Der Clou ist ein ausgeklügeltes GPS-Ortungssystem, das den Hilfsbedürftigen metergenau lokalisieren kann. Die Suche nach vermissten Personen kann auch von außen verlasst werden, etwa durch sich sorgende Angehörige.
»Das gibt den Menschen Sicherheit«, sagt Olga Dombrowski und erzählt von einer unternehmungslustigen Seniorin, die sich von einem Schlaganfall zwar gut erholt habe, aber körperlich beeinträchtigt sei und aus Angst vor etwaigen Schwäche- und Schwindelanfällen die Wohnung kaum noch verlassen habe. »Jetzt wandert sie wieder, traut sich sogar mit dem Rad hinaus und ist glücklich.«
»Das neue Gerät funktioniert in und außerhalb der Wohnung und bietet darum mehr Freiheit und mehr Sicherheit«, sagt AWO-Notrufberaterin Olga Dombrowski.

Quelle: Schwarzwälder Bote vom 12.12.2014