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Zufriedene Menschen - Bestnoten für ambulanten Pflegedienst der AWO

Note Eins: Das ist das Ergebnis einer Überprüfung des ambulanten Pflegedienstes der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwarzwald-Baar. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen prüfte organisatorische Abläufe, kontrollierte pflegerische Leistungen und befragte Kunden.

Villingen-Schwenningen. Fast 40 Kriterien wurden bewertet; „sehr gut" lautete das Fazit in allen Bereichen. „Das ist das Verdienst des ganzen Teams", betonen Pflegedienstleiterin Alla Kärcher und Stellvertreterin Margot Bader.

"Einmal im Jahr kommen sie unangemeldet und stellen für zwei Tage unseren Laden auf den Kopf", beschreibt Gerald Weiss, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbands, das Procedere der Qualitätskontrolle. Pflegerische Leistungen, Dienstleistung und Organisation. Befragung der Kunden sind die vielfach untergliederten Hauptkategorien, deren Erfüllung das MdK-Tandem systematisch überprüft. Die Erkenntnisse und Kommentare der externen Experten würden AWO-intern selbstkritisch reflektiert und bei Optimierung von Abläufen und strategischer Orientierung berücksichtigt. Dazu gehört die Entscheidung zu Dezentralität:

„Wir wollen möglichst nahe an den Kunden sein und es ihnen erleichtern, Ansprechpartner und Rat zu finden." Vor wenigen Tagen wurde eine neue AWO-Außenstelle in Schwenningen eröffnet, weitere Stützpunkte in Kreisgemeinden sind geplant. Die Außenstelle in der Leibnizstraße im Stadtbezirk Schwenningen ist nur eine Interimslösung; im Januar soll die neue, zentraler gelegene Bleibe in der Dauchinger Straße bezogen werden. Das Stammdomizil in Villingen platze im übrigen aus allen Nähten; in den vergangenen sieben Jahren habe die AWO ihre Klientel fast verdoppelt.
Aktuell werden kreisweit 325 Männer und Frauen im Rahmen der Pflegeversicherung betreut; etliche von ihnen befragten die Qualitätsprüfer bei Hausbesuchen. „Sehr gut" lautete das Resultat auch in diesem Segment, was das gesamte Pflegeteam besonders gefreut hat. „Feedback ist sehr wichtig", sagt Alla Kärcher. „Man wird leicht betriebsblind, ein kritischer Blick kann eine hilfreiche Korrektur sein." Die größte Herausforderung in der ambulanten Pflege sei die Zufriedenheit der Menschen. Sie hänge nicht nur von fachlicher Kompetenz ab, genauso bedeutsam sei menschliche Zuwendung.
Damit sich zwischen Pflegefachkräften und Patienten vertrauensvolle Beziehungen entwickeln können, würden die Touren personell möglichst konstant besetzt. Die Fachschwestern und Pfleger bemühen sich um Rücksicht auf individuelle Bedürftigkeiten: "Wir nehmen uns die Zeit." Das bestätigt Kollegin Margot Bader: "Das ist ja das Schöne an unserem Beruf, woraus wir auch Kraft schöpfen. Wir arbeiten für Menschen und oft zeigen sie uns ihre Dankbarkeit. Das ist ein gutes Gefühl." Elementar wichtig seien auch regelmäßige Kontakte zu Angehörigen, Ärzten, ambulanten und klinischen Therapeuten, Nachbarschaftshelfern.

„Zusammen bilden wir ein enges Netzwerk, auf das sich die Menschen in allen Phasen des Lebens verlassen können."

Quelle: Südwestpresse vom 09.10.2014